Alle Beiträge von Ben

Westcoast South

Der Highway verläuft weiterhin schön in Küstennähe und wir kommen an mehreren schönen Stränden mit jede Menge Driftwood vorbei.

An der Bruce Bay liegen viele rundgeschliffene weiße Steine. Es hat sich anscheinend ein Brauch entwickelt, das sich hier jeder auf einem Stein verewigt. So sind viele der Steine mit Sprüchen oder einfach nur mit Namen versehen.

Aber es dauert nur kurze Zeit bis die Sandflies einen entdeckt haben. Da es noch kühl ist sind die Biester noch nicht so aktiv. Aber uns reicht es schon ziemlich schnell und wir verkriechen uns wieder ins Auto und ziehen weiter.

Will gar nicht wissen wie  schlimm das dann im Sommer ist…

 

Wir passieren zahlreiche weitläufige Kiesbette von den Flüssen aus den Bergen. Kurz vor Haast gehts über die längste einspurige Brücke Neuseelands.  Ganze 713m mit zwei Ausweichstellen.

 

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Petone Winter Carnival

In Petone einem Vorort von Wellington findet zufällig dieses Wochenende der „Petone Winter Carnival“ statt.

Dort gibt es neben vielen Essensständen auch ein paar Bespaßungs Attraktionen.

Gegen Abend wurden dann Feuerskulpturen am Strand abgefackelt, ein paar interessante Ideen waren schon dabei.

Mal schauen wo wir unseren nächsten „Burning Man“ bauen.   🙂

Zum Abschluss gabs noch ein großes Feuerwerk.

 

 

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Weta Caves

Seit dem Erfolg der Herr der Ringe Filme erlebt die Filmindustrie Neuseelands einen kleinen Boom. Davor war Peter Jackson und seine Kollegen eher für trashige Horrorfilme mit viel schwarzen Humor bekannt. Im Vorort Miramar ist das sogennante Wellywood entstanden. Neben mehreren Produktions Studios befindet sich hier unterer anderem auch die Weta Workshops. Hier werden unter anderem Kostüme und Requisiten hergestellt. Aber auch die digitale Nachbearbeitung mit visuelle Effekten findet hier statt. z.B. für Filme wie: Herr der Ringe, Der Hobbit, Chroniken von Narnia, King Kong, Avatar u.v.m.

Ein paar Trolle empfangen einen schon am Eingang zur Weta Cave, dort gibt es neben Fanartikeln (Hauptsächlich zu „Der Herr der Ringe“) und einem Mini Museum, auch einen kurzen Film zu sehen, der einen Blick hinter die Kulissen zeigt.

 

 

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Wellington

Bevor wir auf die Südinsel übersetzen schauen wir uns natürlich Neuseelands Hauptstadt an.

In „Windy Welly“ ist es auch tatsächlich ziemlich windig.

An 233 Tagen im Jahr hat er hier mehr als 50 km/h Wind.

 

Wellington fühlt sich im Vergleich zu den meisten anderen neuseeländischen Städten städtischer an. Muss es ja auch ist ja  „ The world’s coolest little capital “. Aufgrund der hügeligen Lage ist das Stadtzentrum viel dichter bebaut, aber trotzdem ziemlich grün. Die Straßen sind teilweise sehr steil. Mit einer alten Standseilbahn kann man nach Kelburn hinauf fahren, dort befindet sich auch der Botanische Garten. Die äußeren Stadtbezirke verteilen sich auf grüne Hügeln mit kleinen Buchten dazwischen, auch der Flughafen ist noch dazwischen gequetscht, und hat an beiden Enden der Startbahn Wasser. Vom Mount Victoria hat man eine schöne Aussicht über die Stadt und den Hafen und kann die Flugzeuge beim Start und bei der Landung beobachten.

 

In den alten Lagerhallen am Hafen sind inzwischen Restaurants und Cafes eingezogen, aber auch Kunstgalerien und eine Kletterhalle gibt es dort. Am Wasser entlang führt eine schöne Uferpromenade mit mehreren Kunst Objekten. Auch sonst findet man viel Kunst in der ganzen Stand.

Am alten Hafenbecken steht das Moderne Nationalmuseum „Te Papa“. Es zeigt alles was mit Neuseeland zu tun hat, die Geschichte des Landes, die der Maori und der Siedler, aber auch die Flora und Fauna. Im Innenhof findet man sogar einen Regenwald mit Wasserfällen und Höhlen.

Interessant ist auch die Ausstellung über die Naturgewalten, Erdbeben, Vulkane usw. es gibt sogar ein Erdbebenhaus, das einen so richtig durchschüttelt. Auf den weiteren Ebenen gibt es wechselnde Ausstellungen von Kunst und Kultur. Wir waren gleich zweimal im Museum da es so umfangreich war. Und das Beste, es kostet keinen Eintritt!

 

Geographisch interessant an Welllington ist, das ein Erdbeben 1855 Erdoberfläche angehoben hat und jede menge Neuland geschaffen hat.

Die ehemalige Wasserlinie liegt mittlerweile 2 Häuserblocks vom Ufer entfernt. Im Keller des „Old Bank Building“ liegt sogar ein Schiffswrack. Durch Glasscheiben im Boden sieht man ein paar erhaltene Balken.

 

Weiter die Einkaufsstraßen entlang laufen wir zum „Beehive“ dem Bienenstock, so wird das Parlamentsgebäude im Volksmund genannt.

Daneben steht noch das alte Parlaments-Gebäude und das national Archiv. In der nähe steht noch die „Old St. Pauls“ Kirche. Hier finden zwar keine Gottesdienste mehr statt, aber für Hochzeiten kann man das Gebäude mieten, man muss halt seinen eigenen Priester mitbringen.  Außerdem erzählt uns noch der Kirchenführer das eines der Bunten Fenster in München gefertigt wurde, alle anderen stammen aus England.

 

Abends gehts in die „Cuba Street“ ,  eine richtige Fußgängerzone (sowas gibts in NZ nicht so oft) mit vielen Geschäften und Bars. Nachdem wir uns beim wöchentlichen „ Night Market“ gestärkt haben, wo es hauptsächlich Essen und Live Musik gibt ,  gehts noch zum Abschluss in die Brew Dog Bar. Hier in Wellington gibts einige kleine Brauereien die auch ihre eigene Bar haben.

Das Brew Dog Punk IPA ist gar nicht schlecht, hat eine schön fruchtige Note.  Cheers!

 

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Castle Point

Ein wirklich lohnenswerter Abstecher.

Zwar muss man die 60km Stichstraße von Masterton zur Küste komplett wieder zurückfahren, aber die Landschaft ist dafür ziemlich cool.

Auf einer Sandsteinklippe steht ein Leuchtturm seit 1913.

Das 1 km lange Riff südlich des Leuchtturms schützt eine große Lagune

In der Lagune laufen auch schöne saubere Wellen zum surfen. Nur ist es uns etwas zu kalt um ins Wasser zu gehen.

 

Sehr interessant sind auch die Trailer und Traktoren für die Fischerboote. Die Boote haben auch alle Jet Antriebe – eine Neuseeländische Erfindung. Hauptsächlich Crayfish – Hummer wird hier mit Reusen gefangen.

 

Am Fuß der Klippen finden wir auch ein paar Fellrobben.

 

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Pukaha – Mt. Bruce Wildlife Reserve

 

Nach dem Brauerei Besuch machen wir zum „Ausnüchtern“ einen Spaziergang durch den Pukaha – Mt Bruce Wildpark.

Der größer ist als gedacht und wir verbringen den restlichen Tag dort. Hier kann man auf jeden Fall einen ganzen Tag verbringen ohne das einem langweilig wird.

 

Zu bestimmten Uhrzeiten stellen einem die Park Ranger und Tierpfleger die verschiedenen Bewohner vor.

Erstmal sind wir gleich zum Aal füttern angelernt worden.  So ein Langflossen Aal wird ca. 2 m lang und kann bis zu 100 Jahre alt werden. Man beachte die wunderschönen blauen Augen! Sie leben ihr ganzes Leben in den Flüssen Neuseelands. Jedoch schwimmen sie zur Fortpflanzung in den Pazifik bis nach Tonga. Dort paaren sie sich und sterben nach der Ei Ablage. Die kleinen Aale werden durch die Meeresströmung zurück nach Neuseeland gebracht und schwimmen dort  die Flüsse hinauf.  Wie das jedoch genau abläuft ist bis heute immer noch ein Rätsel.

 

Dann haben wir einen der seltenen Kokakos besucht.  Von dieser Vogelart gibts es auch nur noch ca. 1000 in ganz Neuseeland.

Dieser hier heißt Kahurangi. Sie wurde im Zoo von Hamilton von Hand aufgezogen und ist deshalb sehr zahm. Sie kann sehr schön singen und auch Ko-Ka-Ko sagen.

Sie flattert zwar immer mit den Flügeln aber richtig fliegen kann die kleine auch nicht mehr, aber nicht weil sie verletzt ist. Alle Kokakos können nicht fliegen. Sie klettert die Bäume hoch und segelt dann wieder hinunter, oder hüpft am Boden herum. Deshalb sind Kokakos leichte Beute für die eingeschleppten Marder.  Schon unglaublich wie die Evolution den Vögeln in Neuseeland das fliegen verlernt hat, weil es keine Fressfeinde gab. Bis der Mensch ins Spiel kam.

 

Der Kiwi ist zwar der bekannteste flugunfähige Vogel Neuseelands, aber viele andere Arten sind noch stärker vom Aussterben bedroht.

Deshalb werden hier im Wildpark kranke und verletzte Vögel aufgepeppelt und wieder ausgewildert. Und auch Jungvögel gezüchtet. Es gibt auch verschiedene Projekte wo gezielt Regionen von Mardern und Ratten befreit werden um dort heimische Vögel wieder anzusiedeln.

Manche Vögel bleiben auch hier wenn sie, zum Beispiel so verletzt sind das sie nicht mehr fliegen können und dadurch eine geringe Überlebenschance in der Wildnis hätten. Diese werden dann quasi Botschafter ihrer Rasse und singen den Besuchern ein Liedchen vor.

Oder so wie der einzige weiße Kiwi. Sie hätte auch in der Natur wenig Überlebenschancen, da ihr die natürliche Tarnung fehlt.

Deshalb wohnt sie hier in einem Nachthaus mit einem Kiwi Männchen, in der Hoffnung das sie bald Nachwuchs zeugen. Im Nachthaus wird der Tag zur Nacht gemacht, so das die Besucher den Kiwi bei der Futtersuche beobachten können. Das ist zwar bisschen fies, aber so können alle einmal einen Kiwi beobachten und verstehen wie man diesen besser helfen kann.

 

Dann gabs noch den kleinen Kaka Circus.

Der Kaka ist ein Waldpapagei mit rötlichen Federn.

Sein Cousin ist der Kea, der nur auf der Südinsel lebt.

Der größte Feind ist die eingeschleppte europäische Wespe. Wer hätte das gedacht. Da beide gerne den Honigtau von Schildläusen essen.

Die frei im Wildpark lebenden Kakas werden jeden Nachmittag gefüttert und machen ne richtige Flugshow daraus. Es scheint ihnen besonders Spaß zu machen möglichst dicht über die Köpfe der Besucher zu segeln…

 

Zum Schluss besuchen wir noch einen Tuatara.

Eine Echsenart die es schon seit 240 Mio Jahren gibt.  Tuataras haben eine sehr niedrige Körpertemperatur, diese liegt bei ca. 12 Grad Celsius.

 

Eigentlich bin ich ja kein Fan von eingesperrten Tieren.

Aber hier leben die meisten frei im Dschungel und kommen freiwillig zu den Besuchern. Hier lernt man einiges über die Tiere Neuseelands, viel besser als ein normaler Zoo.  Außerdem unterstützt man mit dem Eintritt die Arbeit der Ranger.  20 NZ Dollar die sich wirklich lohnen. 

Mehr Infos gibst auf  www.pukaha.org.nz

 

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Wanganui River

Am nächsten Tag fahren wir ein bisschen weiter Flussaufwärts Richtung Wanganui Nationalpark auf der Whanganui River Road.

Früher war der Wanganui River Lebensader und Hauptverkehrsweg. Nachdem die Straße gebaut wurde, waren die Schiffe als Transportmittel nicht mehr Zeitgemäß.

Heute gibt es nur noch ein paar Ausflugsboote.

 

Es leben nicht mehr viele Mensch in Tal. Im frühen 19. Jahrhundert haben Missonare den Christlichen Glauben zu den Maoris gebracht und Kirchen und Schulen gebaut. Einige der alten Bauwerke sind noch erhalten. Auch die Namen der Orte kommen einen bekannt vor.

wie zum Beispiel: Atene, Korinti und Jerusalem.

 

Die Siedlungen noch weiter flussaufwärts sind längst aufgegeben. Hier hat die Regierung Land an Kriegsheimkehrer verschenkt. Jedoch war der dichte und steile Dschungel nicht zu bewirtschaften. Hier steht auch die bereits erwähnte „Bridge to Nowhere“ als letztes Dankmal an diese Zeit. Man kann mit dem Jet Boot Ausflüge zur Brücke machen, muss dann jedoch noch circa eine Stunde durch den Urwald laufen um die Brücke zu erreichen.

 

Der Wanganui  River wird auch als Rain Neuseelands bezeichnet.

Wahrscheinlich weil er, obwohl er nur 290km lang ist, verhältnismäßig viel Wasser führt.

 

Hier kann man auch Mehr-Tages-Touren mit dem Kanu durch den Dschungel unternehmen und Spuren der Siedler entdecken, was bestimmt ganz cool ist.  Wobei solch eine Tour natürlich im Sommer besser ist.  Das heben wir uns mal für später auf.  🙂

 

 

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Mt. Taranaki

Nachdem wir schon von weitem den Berg gesehen haben und das Wetter klar ist eilen wir zurück zum Mt.Taranaki. Da direkt am Taranaki nur die tiefer liegenden Tracks ohne Steigeisen und Winterausrüstung machbar sind beschließen wir auf die nördlich liegenden „Pouakai Ranges“ zu wandern, um von da einen guten Blick auf den Mt. Taranaki zu haben.

 

 

Außerdem ist das Wetter gerade sehr wechselhaft und nicht für eine Gipfelbesteigung stabil genug, wie wir in der Zeitung gelesen haben sind erst am Tag vorher zwei Bergsteiger mit dem Hubschrauber gerettet worden.

Gerade am Taranaki sind Wetterumschwünge noch schneller als an anderen Bergen da er sehr exponiert an der Küste liegt.

Schaut euch mal den Taranaki auf Google Earth an dann wisst ihr was ich meine.

 

Da wir etwas spät dran sind und nicht im Dunkeln absteigen wolllen beschließen wir auf der Pouakai Hütte zu übernachten.

Durch den „Goblin Forest“ geht es über eine endlose „Hühnerleiter“ hinauf bis über die Baumgrenze. Da der lehmige Boden hier durchgehend extrem feucht ist, ist es anscheinend die beste Möglichkeit die Wege begehbar zu halten ihn mit Planken zu belegen. Zuvor muss das wohl ne ziemlich Schlammschlacht gewesen sein, wie man auf alten Fotos sieht. Es ist zwar etwas eintönig zu gehen, dafür muss man weniger auf den Weg achten und kann die schöne Aussicht genießen.

 

Wie in allen National Parks und Schutzgebieten werden die auch hier die eingeschleppten Raubtiere gejagt. Am Wegesrand sieht man immer wieder Fallen. Auch wenn einem die Possums und Wiesel ein bisschen leid tuen, sie sind die größten Feinde der heimischen Vögel. Auch Kaninchen, Ratten und Igel sind nicht mehr erwünscht.

 

Nachdem wir unsere Rucksäcke an der Hütte abgestellt haben, gehen wir weiter über eine Steppenlandschaft mit „Tussock Grass“ und kleinen Teichen bis zum „Henry Peak“.

Diesmal haben wir die Hütte ganz für uns allein. Da es über Nacht leider wieder zuzieht, lassen wir den Mt Pouakai, den wir eigentlich für den folgenden Tag geplant hatten doch aus und machen uns nach einem gemütlichen Frühstück an den Abstieg.

 

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Forgotten World Highway

Wie der Name schon vermuten lässt, ist in dieser recht dünn besiedelten Gegend die Zeit scheinbar stehen geblieben.

Seit 1892 haben viele Ihr Glück versucht, jedoch wenige sind geblieben. Die Farmen hier liegen ganz schön abgeschieden und man sieht viele zerfallene Häuser.

 

Gemütlich schlängelt sich der State Highway 43 durch die Landschaft. Die rund 10 km durch die Tangarakau Gorge sind nicht mal asphaltiert.

In der Nähe der Brücke in der Schlucht befindet sich das Grab von einem Landvermesser namens „Joshua Morgan“ der den Auftrag hatte die beste Route für eine Straße von Stratford nach Taumarunui zu finden. Während seiner Arbeit erkrankte der erst 35 jährige wahrscheinlich an Peritonitis. Seine Mitarbeiter haben noch versucht ihm Medikamente zu holen, jedoch war der nächste Arzt 50 km Fußmarsch durch den Dschungel entfernt. Bis sie wieder zurück kamen war dieser schon verstorben. Nun ist er hier mitten im Dschungel begraben. Seine Frau, die erst 50 Jahre später in Auckland verstarb, hatte den letzten Wunsch neben ihrem Mann beerdigt zu werden, der ihr auch gestattet wurde.

Dies ist nur eine von vielen interessanten Geschichten rund um den Forgotten World Highway.

 

Die bergige karge Landschaft eignet sich gerade noch für die Viehzucht. Schafe so weit das Auge reicht.

Als wir die Stichstraße zu den Mt Damper Falls entlang fahren entdecken wir ein kleines Schäfchen das es irgendwie geschafft hat aus der Weide auszubrechen und jetzt nicht mehr zurück kommt. Nach mehreren Anläufen schaffen wir es das Schäfchen zu fangen und zurück zur Schaf-Mama zu bringen.

 

Auf dem weiteren Weg liegt die Republic of Whangamomona. Ein kleines Nest das sich zu einer unabhängigen Republik erklärt hat, weil die Gebietsreform von 1989 eine Teilung der Gemeinde vorsah und die Einwohner lieber beim Taranaki Distrikt bleiben wollten. Am „Republics Day“ benötigt man sogar ein Visum, aber das bekommt man ganz einfach im Pub. An diesem Tag kommen Tausende hierher um die Unabhängigkeit zu feiern. Es gab schon verschiedenste Präsidenten unter anderem auch „Billy Gumboot the Goat“ – „Billy Gummistiefel die Ziege“

 

Die „Brigde to Somewhere“ ist baugleich mit der bekannteren „Bridge to Nowhere“ etwa 50 km weiter östlich. Diese ist etwas Spektakulärer und steht in einem dichten Regenwald. Hier haben es alle Siedler aufgegeben und die Natur hat alles überwuchert. Nur die Brücke ist noch sichtbar und ist heute ein beliebtes Ausflugsziel. Jedoch nur per Boot und zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Die schauen wir uns beim nächsten mal an.

 

Durch mehrere alte Tunnel, unter anderem dem „Hobbit Hole“, nähern wir uns dann wieder der Zivilisation. In Stratfort das am Fuße des Mt. Taranaki liegt, endet der Forgotten World Highway. Leider versteckt sich der Vulkan in den Wolken. In Stratford dreht sich alles um Shakespeare, alle Straßen sind nach Charakteren aus dessen Stücken benannt. Und es gibt nen alten Glockenturm mit einem Glockenspiel, der ein Szene aus Romeo und Julia nachspielt.

 

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Vulcano Loop – Tongariro Nationalpark

Da wir vorhaben den Tongariro, einen der Vulkane und Namensgeber für den Nationalpark, zu besteigen, aber das Wetter noch nicht so ganz mitspielt beschließen wir einen Loop um die 3 Vulkane zu fahren in der Hoffnung das das Wetter auf der anderen Seite besser ist. Über die Desert Road fahren wir Richtung Süden.

Die Vegetation ändert sich ziemlich abrupt von saftig grünen Wiesen zu einer steppenartigen Graslandschaft. Leider verstecken sich die Vulkan Gipfel in den Wolken.

 

Tatsächlich scheint auf der andern Seite sogar die Sonne.

In Waioru befindet sich ein großer Truppenübungsplatz der NZ Army. Außerdem auch ein Army Museum, dort kraxeln wir ein bisschen auf den Panzern rum. Und nein, die gehen nicht kaputt wenn man drauf steigt. 😉

 

Und weiter gehts nach Okahune, der einzigen richtigen „Skitown“ auf der Nordinsel, und ganz wichtig, die Karotten – Hauptstadt des Landes. Dem ganzen wird mit einer überdimensionalen Karotte gehuldigt. Ich hab mal versucht die Karotte hochzuheben, aber leider doch etwas zu schwer. 😉

 

Die Zufahrt zum Skigebiet ist auch ganz interessant. Zuerst geht es ewig lang durch dicht gewachsenen Duschungel den Berg hoch bis das ganze zur Steppenlandschaft wird und dann nur noch felsiges Niemandsland ist. Hier oben wurden übrigens auch zwei Szene aus „Herr der Ringe“ gedreht. Als Gollum den rohen Fisch isst und wo Sam und Frodo sich auf dem Weg nach Mordor verlaufen haben und auf Gollum treffen.

Der Ski-Spaß sieht ein wenig nass aus. Es regnet und so richtig viel Schnee ist anscheinend auch noch nicht. Nur rund die Hälfte der Lifte und Pisten hat geöffnet. Aber da gerade „School Holidays“ sind ist trotzdem einiges los. Vor allem im „Happy Valley“, dem Anfänger Hügel.

 

Am nächsten Tag als wir weiter die Vulkane umrunden klart es auf und man sieht so langsam die Gipfel. Bei Whakapapa ist das größte Skigebiet der Nordinsel und am Talort steht ein ganz mondänes Chateau mit Golfplatz.

Als wir hochfahren sehen wir sogar welche die Barfuß und in Boardshorts unterwegs sind…

Unten wird MTB gefahren und oben fährt man Ski & Snowboard.

 

Die Vulkane hier sind übrigens alle noch ziemlich aktiv. Der größte der 3, Mt Ruapehu ist 2007 das letzte mal ausgebrochen und am Tongariro qualmt es seit einiger Zeit raus…

 

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