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Jackson Bay

Da unser Reiseführer in einem Nebensatz erwähnt hat das in der Bucht von Jackson Head die seltenen Dickschnabelpiguine auch Fjordlandpinguine genannt nisten und  es  einen sehr empfehlenswerten Fish& Chips Shop gibt machen wir noch einen Abstecher zur Jackson Bay.

 

Auf dem Weg dorthin mache ich noch Witze wie cool es wäre wenn wir Pinguine, Delfine und Wale sehen würden…

 

Leider hat der viel gelobte Cray Pot zu aber es ist genau die richtige Zeit um Pinguine zu beobachten.

Die Pinguine verlassen nämlich in der Morgendämmerung ihre Nester und kommen in der Abenddämmerung mit Futter wieder zurück. Dann kann man sie beobachten wie sie vom Meer zu Ihren Nistplätzen watscheln. Wir wandern ein bisschen die steinige Küste entlang und legen uns auf die Lauer, wo es uns aussieht als könnten Pinguine nisten. Viel Zuversicht, das wir einen Pinguin sehen haben wir nicht, da es anscheinend doch recht selten ist das man einen zu Gesicht bekommt. (Nicht wie an anderen kommerzialisierten Viewing Plattformen oder Bootstouren). Außerdem gibt es von dieser Gattung nur ca. 5000 Tiere.

 

Plötzlich seh ich was im Wasser… eine Flosse…eine Delfin Flosse ! Yeah! Direkt in Ufernähe sind zwei Delfine auf Jagd und machen sogar eine extra Sprung Show nur für uns! 🙂

Wir folgen den Delfinen etwas  weiter bis sie hinter einem Landvorsprung verschwunden sind und legen uns dann wieder auf die Pinguin Lauer. Und tatsächlich, nur wenige Meter von uns entfernt landet ein Pinguin an und hopst von Stein zu Stein zu seinem Nest. Und dabei lässt er sich sogar noch richtig Zeit.

Auf dem Rückweg sehen wir uns noch einen ziemlich verwildertem alten Siedler Friedhof an.

 

 

 

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Fox & Franz Josef Glacier

Nächster Stopp ist das Glacier Country. Die beiden Gletscher Franz Josef & Fox haben hier vor ca. 15.000 Jahren bis and Meer gereicht.

In den letzten Jahrhunderten sind die Gletscher immer mal wieder größer oder kleiner geworden. Inzwischen haben sie sich schon ziemlich zurückgezogen und liegen ca. 19 km Inland und sind weiterhin auf dem Rückmarsch. Der Wanderweg vom Parkplatz bis zum Gletschertor Aussichtspunkt wird immer länger und von dort sieht man die Gletscher nur aus sicherer Entfernung. Es gab schon mehrere Unfälle mit Todesfolge weil Touristen über die Absperrungen stiegen um ein besseres Foto vom Gletscher machen zu wollen und dann unter Stein- oder Eisschlag begraben wurden.

Immer wieder hört man es rumpeln und donnern, wenn das Eis bricht oder Felsen sich von den Talflanken lösen. Der Gletscher bewegt sich mit bis zu 70cm pro Tag, da entstehen ganz schöne Spannungen im Eis.

 

Um einen Näheren Blick vom ewigen Eis zu bekommen muss man eine geführte Tour buchen und mit dem Heli auf den Gletscher fliegen. Es gibt seit 2 Jahren keinen sichern Weg um vom Tal aus auf dem Gletscher zu gelangen. Deswegen läuft wohl auch das Heli Business hier besonders gut. Es ist eine richtige Heli Rushhour, ständig hört oder sieht man einen am Himmel. Es sind sogar Schilder aufgestellt, daß wenn man gerne die Gletscherwelt in Ruhe, ohne Heli-Rattern, genießen will, man das am besten vor 9 in der früh oder nach 6 abends macht…

Ganz interessant ist, dass hier die Gletscher bis vor ca. 50 Jahren in den Regenwald geragt haben.

An der Zufahrtsstraße zum Fox Gletscher Aussichtspunkt gibts sogar eine kleine warme Quelle. Leider zu klein um darin zu baden.  😉

 

Einen schönen Schlafplatz finden wir am Gillespies Beach, direkt am Meer mit den schneebedeckten Bergen im Hintergrund und ein paar Schafe leisten uns Gesellschaft.

 

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Hokitika & Hokitika Gorge

Ein Stückchen weiter südlich liegt Hokitika, „the cool little town“. Hier im Ort geht es viel um Jade, der in den umliegenden Bergen vorkommt.

Es gibt sehr viele Juweliere die Jadeschmuck anbieten, sogar sein eignes Schmuckstück kann man hier unter fachkundiger Anleitung anfertigen.

 

Weiter südlich etwas Inland befindet sich die Hokitika Gorge. So extrem milchig türkises Wasser haben wir hier bisher noch nirgends gesehen. Gerade in der Kombination mit den weißen Felsen der Schlucht sieht das ziemlich cool aus. Die kleinen Fantails sind hier anscheinend micht ganz so schüchtern und fliegen ziemlich dicht um uns herum. Am Parkplatz schleicht auch noch ein Weka um unser Auto herum und sucht nach Essbarem.

 

Weiter Richtung Meer fließt der Fluß in ein breites Kiesbett. Da man hier aus den Bergen heraus geschwemmte Felsen mit Jade Einschlüssen finden kann versuchen wir mal unser Glück und schauen uns in dem riesigen Kiesbett genauer um. Grüne Steine finden wir einige, aber wir sind uns nicht so sicher, welche wirklich Jade sein könnten.

 

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Wet Westcoast & Punakaiki Pancake Rocks

Entlang der Westküste machen wir uns auf Richtung Süden. Zuerst queren wir hier im Norden die noch niedrigeren neuseeländischen Alpen.

Durch die steil ansteigende Bergkette entlang der kompletten Südinsel regnen sich die Wolken welche von der Tasman See kommen hier ab. Die Westküste hat die höchste Niederschlagsmenge im ganzen Land, ganze 6.000 -15.000 mm pro Jahr. Augsburg hat, zum Vergleich, im Durchschnitt 850mm

Aber das heißt nicht das dort nie die Sonne scheint. Die Sonnenstunden sind fast vergleichbar mit denen auf der andern Seite der Berge, jedoch wenn es hier regnet, dann richtig.

Die Vegetation daher saftig grün und dschungelig. Wegen des rauhem Klimas ist die Gegend aber ziemlich dünn besiedelt.

 

Eine der größten Attraktionen hier an der Westküste sind die Punakaiki – Pancake Rocks. Eine interessant aufgeschichte Felsformation an der Küste die ganz zerklüftet ist und dadurch bei Flut jede Menge Blowholes entstehen. Man kann richtig spüren wie der Boden vibriert wenn eine Welle reinrauscht. Wir hab Glück da es aufgrund des schlechten Wetters das Meer ziemlich aufgewühlt ist und ziemliche Brecher anrollen die an die Klippen schwappen.

Abends kehren wir dann noch in Greymouth in der Monteiths Brewery ein.

 

Die  ganze Strecke is ganz schön zu fahren, da der Highway immer ziemlich nah am Meer verläuft und sich teilweise an den Klippen entlang schlängelt. Da hier auf der Südinsel wenig Verkehr ist sind die meisten Brücken nur einspurig. Hier an der Westkost haben sie sich jedoch auch noch die Eisenbahnbrücken gespart und man muss aufpassen das einem nicht der Zug entgegen kommt.

 

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Nelson

Mit dem Auto gehts weiter durch die Marlborough Sounds Richtung Nelson. Leider ist es ziemlich bewölkt und auch der empfohlene „Mussel Pot“ hat zu :-/ Dabei hätten wir ja schonmal gern die Grünlippen Muscheln, die hier in den „Fjorden“ gezüchtet werden probiert.

In Nelson empfängt uns dann der Frühling. Die Gegend um Nelson und die ganze Golden Bay ist laut Statistik die sonnigste Gegend von ganz Neuseeland. Insgesamt hat sich der Süd-Winter eher wie ein europäischer Frühling angefühlt. Auf den Wiesen blühen auch Osterglocken &  Märzenbecher.

Bei Nelson liegt auch der geographische Mittelpunkt Neuseelands, bzw. besser gesagt der Mittelpunkt der ersten Landvermessung in den 1970er Jahren. Die tatsächliche Mitte liegt ca 35km südwestlich von Nelson irgendwo im Busch. Vom Gipfel hat man eine ganz schöne Aussicht auf die „Golden Bay“ und die schneebedeckten Berge im Hintergrund. Am Fuß des Berges fand am 14 Mai 1870 das erste Rugby Spiel Neuseelands statt.

 

In der Gegend um Nelson kann man auch ganz gut Kiten. Besonders im Sommer gibts hier regelmäßig thermische Winde.

Da wir seit Auckland auf unserer Tour mehr Sightseeing machen als Kitesurfen gehen sind wir schon etwas gesättigt von den vielen Eindrücken.  Außerdem ist es uns gerade mehr danach etwas länger an einem Ort zu verweilen und Nelson macht einen ganz netten Eindruck, deshalb beschließen wir kurzerhand uns bei der dortigen Kiteschule für die Sommersaison zu bewerben.

 

Nach einer gemeinsamen Kitesession mit dem Kiteschul-Manager ist der Job dann auch geritzt 🙂 Aber die Saison geht schon ziemlich bald los. Deshalb machen wir uns schnell auf Richtung Süden zum Schnee.

 

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Auf zur Südinsel

Wir hatten uns extra schon einen Tag mit schönerem Wetter für die Überfahrt ausgesucht, aber trotzdem schwankt es ganz schön als wir die geschütze Bucht von Wellington verlassen. Die Cook Strait ist bekannt dafür das das Meer hier ziemlich rauh ist.

Eigentlich dachte ich, ich könnte während der 3-stündigen Überfahrt  dank des free Wifi an Bord unseren Blog etwas voran bringen… Aber daran ist nicht zu denken! Immer schön an Horizont schauen…

Als wir dann in die ersten Ausläufer der Marlborough Sounds einfahren ist abrupt das Wasser ganz glatt und wir cruisen durch die Fjordartige Landschaft Richtung Picton.

 

 

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Ngawi

Ngawi ist auf der ganzen 77 km langen Strecke vom SH 2 zum Cape Paliser die einzige nennenswerte Siedlung, abgesehen von ein paar abgeschiedenen Farmen. Der Ort besteht nur aus wenigen Häuser der Fischer die hier dauerhaft leben und ein paar kleinen Ferienhäuschen, die jetzt in der Nebensaison natürlich leer stehen.

Da es keine geschützte Bucht gibt und aufgrund der Meerenge zwischen Nord- und Südinsel das Meer sehr unruhig ist, werden die Fischerboote jeden Tag wieder neu zu Wasser gelassen. Und das nicht wie sonst in Neuseeland üblich mit Traktoren sondern mit Bulldozern.

Am Kiesstrand reiht sich ein ganzes Sammelsurium mehr oder weniger verrosteter Bulldozer mit interessanten Bootsanhängern aneinander.

 

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Cape Palliser

Die Straße führt stellenweise direkt an den Klippen entlang, die anscheinend auch ab und an mal abrutschen. Die letzte Abbruchkante der Straße sieht man sogar noch. Die Landschaft wird immer karger und man kommt sich fast vor als wäre man in Island. Am Ende der Straße befindet sich der schön gestreifte Cape Palliser Leuchtturm. Über 250 endlose Treppenstufen geht es hoch zum Felsvorsprung mit dem Leuchtturm. Obwohl die Aussicht richtig toll ist flüchten wir schnell wieder nach unten, da es einen hier oben fast wegbläst. Das Cape Paliser ist nämlich eine der windigsten Ecken von Neuseeland. Am Rückweg halten wir noch an dem kleinen Landvorsprung, der der südlichste Punkt der Nordinsel ist. Hier verstecken zwischen den Felsen ganz viele Fellrobben. Dabei tarnen sich diese so gut zwischen den Felsen, dass man fast über sie stolpert.

Obwohl wir versucht haben unseren Transi mit möglichst wenig Breitseite gegen den Wind zu parken haben wir bei den Windböen echt Angst (ohne Witz!) das es das Auto umhaut. Deshalb fahren wir schnell weiter an unseren Schlafplatz im dem kleinen Fischerdörfchen Ngawi.

 

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Putangirua Pinnacles

Nächstes Ziel bevor es nach Wellington geht ist das Cape Paliser, der südlichste Punkt der Nordinsel. Auf dem Weg dorthin gibt es ziemlich coole Erdpyramiden zu bestaunen. Hier wurde auch eine Szene aus „Herr der Ringe“ gedreht, als die Gefährten nach „Dimholt“ reiten.

Zuerst wandern wir zur Aussichtsplattform auf der anderen Seite des Tals bevor wir dem ausgetrocktenem Flußbett bis mitten in die Pinnacles folgen. Ganz schön groß und ganz schön viele sind das! Aber zu nahe sollte man sich nicht dran wagen, da  sich ständig größere oder kleinere Steinchen lösen und runterfallen.

 

 

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